Chrom aufpolieren - wie geht das richtig?

  • Moinsen,


    war neulich beim Freundlichen und wir haben uns so übers verkaufen der alten Bob unterhalten...in einem Nebensatz sagte er man müsse die Chromteile mal aufpolieren. Ich sagte:"Ja, stimmt!"


    Als ich später zu Hause war habe ich so gedacht :"Aufpolieren? - Nevr Dull!" Dann viel mir ein was das für ein Geackere ist mit mäßigem Ergebnis.


    Was könnt Ihr empfehlen um altes angelaufenes Chrom mal so richtig - aber so richtig - aufzupolieren - dass die Karre in der Sonne glänzt wie ein mit Öl eingeriebener Babyarsch?


    Da ich nur einmal in gefühlten 10 Jahren solch eine Reinigungsaktion durchführe darf es ruhig etwas intensivser sein.


    Gruß Akki

  • Vor allem viel Zeit und kräftige Finger ...


    Alle Polituren enthalten Schleifmittel, auch Chrompolituren. Wenn man damit zu kräftig ran geht, kann man feine Kratzer in der Oberfläche hinterlassen. Deswegen erst Mal die eigentlichen Verschmutzungen mit einem passenden Reiniger entfernen. Nevr Dull nehme ich eigentlich nur zur Unterhaltsreinigung. Wenn ich etwas richtig aufarbeiten möchte, dann nehme ich Autosol oder Elsterglanz Politurpasten aus der Tube und einen weichen Baumwolllappen (altes T-Shirt oder Socke).

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
    Wenn Du nicht sicher bist, wende Dich an eine Fachwerkstatt.

  • Vor allem viel Zeit und kräftige Finger ...


    Alle Polituren enthalten Schleifmittel, auch Chrompolituren. Wenn man damit zu kräftig ran geht, kann man feine Kratzer in der Oberfläche hinterlassen. Deswegen erst Mal die eigentlichen Verschmutzungen mit einem passenden Reiniger entfernen. Nevr Dull nehme ich eigentlich nur zur Unterhaltsreinigung. Wenn ich etwas richtig aufarbeiten möchte, dann nehme ich Autosol oder Elsterglanz Politurpasten aus der Tube und einen weichen Baumwolllappen (altes T-Shirt oder Socke).

    Genau so wird es gemacht:thumbup:

  • Ich habe in der Beziehung einige Erfahrung mit meinen Oldtimern gemacht.


    Autosol nimmt man nur, wenn der Dreck sich nicht mehr mit warmen Wasser und Shampoo (Spülmittel, etc.) entfernen läßt. Diese Schleifpasten sind sehr aggressiv und der Chrom ist auch nicht mehr das, was er mal war. Die Chromschicht wird dadurch dünner. Wenn man das Motorrad regelmäßig pflegt, ist das so gut wie nie erforderlich. Ich würde auch nie S100 oder sowas verwenden. Das greift auch den Chrom an. Auch das Autosol enthält scharfe Chemikalien, die nach der Behandlung vollständig entfernt werden müssen.


    Festsitzender Bremsstaub auf Speichen und Felgen, Rostpickel oder Eingebranntes auf dem Auspuff kann man mit Autosol entfernen. Rostpickel kann man allenfalls glätten. Die Chromschicht ist da sowieso kaputt. Da kann man wienern wie man will, irgendwann wird der Chrom gelb. Rostpickel an Felgen behandele ich einmal mit Autosol. Anschließend putze ich die Felgen nur noch mit Ballistol. Wenn man das Autosol von Rostpickeln nicht vollständig entfernt, reagiert das mit dem Material. Es bildet dann so einen grünen Belag.

    Ballistol (oder besser Ustanol) ist ein neutrales Feinöl, das schützt, reinigt aber nicht angreift.

    Verchromtes Alu am Motor kann man besser mit einer milden Alu-Politur ohne Schleifmittel behandeln.


    Das Zeug hier verwende ich seit Jahren für Alu-Teile und auch Chrom. Es ist mild und ohne Schleifmittel. Damit entfernt man leicht die grauen Wolken.

    https://www.wonisch-online-sho…politur-Versiegelung-W-01

  • Hast Du verchromte Rockerboxen oder sind die naturbelassen (blankes Metall)?


    Bei den verchromten, wie ich sie habe, einfach nur normal mit pflegen beim Waschen. Ein oder zwei Mal im Jahr kann man sie auch mit Nevr Dull abziehen.


    Wenn Du welche ohne Oberflächenveredelung hast, dann ist es genau wie bei der Gabelbrücke, mit Handkraft nicht wirklich machbar die auf Hochglanz zu bekommen. Wenn sie schon blind sind, dann hilft m.M.n. nur eine maschinelle Aufbereitung und anschließend in kurzen Abständen pflegen, sonst sind sie nach einem halben Jahr wieder genau wie vorher.

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
    Wenn Du nicht sicher bist, wende Dich an eine Fachwerkstatt.

  • Also ich musste da garnichts "kratzen", die gingen bei mir sehr gut ab. Wenn Du nur die Deckel machen willst ist das ne Sache von ner halben Stunde die abzuschrauben. Wenn das Unterteil mit gemacht werden soll, dann ist das schon ein wenig aufwändiger, jedoch auch kein Hexenwerk.

    Ich hab (weil ich das dann schon mal auseinander hatte) auch gleich die Ventilführungen und die Unterteile auch noch mitgemacht.