Ricor Intiminators

  • Die Originalgabel ist in erster Linie unterdämpft.

    Die Intiminator-Ventile verändern die Dämpfung.

    Andere Federn verändern die Kraft/Tragfähigkeit.


    Wenn die Schuhe zu klein sind, kauft man sich auch nicht neue Socken, weil sie billiger sind.


    Ich habe Intiminatoren ganz normal in USA bestellt, mit PayPal bezahlt und direkt von Ricor geliefert bekommen.

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
    Wenn Du nicht sicher bist, wende Dich an eine Fachwerkstatt.

  • Trotz meines Gewichts von 70kg ist die Gabel durchgeschlagen. Das passiert jetzt nicht mehr. In den Kurven sackt sie nicht mehr ein und liegt stabiler. Bei normalem Fahrbetrieb ist die Federung weich und komfortabel, Beim Bremsen und schnellen Lastwechseln wirkt sie stabiler durch die progressive Wicklung. Sie wirkt nicht hart oder bockig. Ich bin seit dem auch nicht mehr mit den Fussrasten aufgesetzt. Sie steht vorne aber auch einen knappen cm höher, weil ich die Distanzhülsen nicht wie vorgegeben gekürzt habe. Das fällt optisch nicht auf, wirkt sich aber positiv auf das Fahrverhalten aus, weil es so auch etwas strammer/sportlicher ist .

    Die Dämpfung hat sicherlich auch noch Verbesserungspotential.


    Edit1:

    Die Gabel ist m.E. generell zu schwach ausgelegt, in Federung und Dämpfung. Das hohe Gewicht der Maschine wirkt sich m .E. aber eher auf die Federung aus.


    Edit2:

    Die 120€ für die Federn haben eine signifikante Verbesserung gebracht. Die Imitatoren werden sicher auch noch was bringen, sind aber deutlich teuerer. Auch dei Preise für Stoßdämpfer halte ich für total überzogen.

  • Das generelle Problem der harley gabel ist die schlechte Dämpfung, nicht die Federung. Auch progressive federn ändern daran nur wenig. Man sollte bei einer Optimierung der gabel darauf achten, das man lineare federn zusammen mit dem intiminator verwendet.

    Wenn die gabel bei 70kg eintaucht ist entweder vielzu wenig Öl drin, oder sie ist oben undicht, so dass sich kein stabiles luftpolster aufbaut.

  • Ok, die kommen vorne in die Gabel rein... Habe ich verstanden!
    Aber sind die praktisch DAS AD ON für die Gabel?

    Alternativ gibt es auch cartridges.

  • Ich freue mich für jeden, der mit seinem Fahrzeug gut klar kommt. Völlig unabhängig davon, wie er dieses Ziel erreicht hat.


    Für unentschlossene Mitleser nachfolgend die Gegenüberstellung der beiden Herangehensweisen.


    Ich wiege mit ca. 130kg geringfügig mehr. Mit den Originalfedern erreiche ich den korrekten Federweg. Im Original ist die Front beim Anbremsen und nach Bodenwellen viel zu tief eingetaucht. Die Reaktion auf Fahrbahnunebenheiten hingegen war gut. Mit den Intiminator-Ventilen reagiert die Gabel weiterhin feinfühlig auf Bodenunebenheiten (z.B. Kopfsteinpflaster), also "Einschläge" von unten. Die Intiminator-Ventile öffnen dabei und lassen das Öl relativ schnell hindurch strömen. Wenn allerdings Druck von oben kommt (z.B. Anbremsen, herunter sacken nach Bodenwellen), dann bleiben die Ventile geschlossen und das Öl kann nur langsam hindurch strömen. Beim Ausfedern kann das Öl wieder sehr leicht durch die Ventile strömen. Es gibt kein Durchschlagen oder Aufschaukeln.


    Progressiv gewickelte Tragfedern kaschieren die Symptome etwas. Das ist richtig. Sie beheben aber nicht das grundlegende Problem der Unterdämpfung. Die weichen Windungen drücken sich durch entsprechende Last einfach weg und nehmen nicht mehr aktiv an der Federung teil. Nur bei der Ausnutzung des Negativfederwegs wirken sie mit. (Das ist auch das Prinzip der drop-in Tieferlegungskits mit verkürzter Tragfeder und sehr kurzer und weicher Zusatzfeder.) Im Idealfall passen Gewicht und variable Federrate so gut zusammen, dass die zur Verfügung stehende wirksame Federrate beim Eintauchen immer weiter zu nimmt, bis die Federkraft sich mit der Kraft von oben aufhebt, bevor der zur Verfügung stehende Gesamtfederweg ausgereizt ist. Auch die anschließende Ausfederung folgt dem Kraftverlauf der Federrate. Wie schnell das Rad ausfedern kann um den Bodenkontakt zu halten, hängt also von der Vorspannung und der Eintauchtiefe ab.


    Deswegen ist es bei progressiven Federn m.M.n. noch wichtiger den korrekten Negativfederweg einzustellen. Pauschalisiert die Vorspannungshülsen zu kürzen oder zu belassen erscheint mir hier nicht geboten. Vielmehr sollte dies individuell anhand des Negativfederwegs passieren. Den Negativfederweg kann man mit folgender Methode einfach selbst messen:

    1. Motorrad so weit aufbocken, dass das Vorderrad grade noch so den Boden berührt
    2. Kabelbinder um ein Standrohr legen, nicht zu stramm ziehen; er soll von alleine in Position bleiben und sich dennoch leicht verschieben lassen
    3. Kabelbinder herunter schieben, bis er auf der Staubkappe aufliegt
    4. Motorrad abbocken
    5. Sich mit möglichst vollem Gewicht drauf setzen; Motorrad von Helfer festhalten lassen oder sich nur minimal irgendwo abstützen
    6. Motorrad wieder wie in Punkt 1. aufbocken
    7. Abstand zwischen Staubkappe und Kabelbinder messen

    Die FXDB/FXDC/FXDF sind mir 127mm und die FXDL/FXDLS sind mit 130mm Federweg an der Gabel angegeben. Das bedeutet, dass der optimale Negativfederweg unter Last 42mm bzw. 43mm beträgt und man diesen Wert zwischen Staubkappe und Kabelbinder messen sollte.

    • Um den Negativfederweg zu erhöhen muss man die Vorspannung verringern (kürzere Hülse).
    • Um den Negativfederweg zu verringern muss man die Vorspannung erhöhen (längere Hülse).

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
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  • Progressiv gewickelte Tragfedern kaschieren die Symptome etwas. Das ist richtig. Sie beheben aber nicht das grundlegende Problem der Unterdämpfung. Die weichen Windungen drücken sich durch entsprechende Last einfach weg und nehmen nicht mehr aktiv an der Federung teil.

    Bei der progressiven Federung hat die weiche Wicklung eine ähnliche Härte wie die Standardfeder, nur der enger gewickelte Bereich ist härter. Dieser härtere Bereich kommt nur bei starken Schlägen, bzw. Druck zum Einsatz. Mit zunehmendem Einsinken wird die Feder härter.

    Aber nach deinen Ausführungen würde das bedeuten, dass die Standardfedern auch nicht mehr an der aktiven Ferderung teilnehmen.


    Damit der weichere Teil etwa der Standardfeder entspricht, ist die progressive Feder ist i.d.R etwas länger und die beigefügten Distanzhülsen sind dementsprechend kürzer. Natürlich habe ich kürzeren Distanzhülsen verwendet, aber in der Anleitung wurde empfohlen die beigefügten Hülsen um weitere 8mm zu kürzen. Das habe ich nicht gemacht.


    Diese Progression kann man auch durch Abstimmung der Dämpfung erzielen. Das Optimum sind Cartridges, wo sich Vorspannung und Dämpfung variabel einstellen lässt. Die sind aber demensprechend teuer. Intiminatoren oder progressive Federn sind jeweils günstigere Lösungen.

    Für mich und auch andere Fahrer haben die progressiven Federn schon eine gute Verbesserung gebracht. Es ist ja keine Sportmaschine.


    Edit: zu den Intiminatoren kann ich nichts sagen, ich fahre vorwiegend allein und ohne Zuladung.

  • Wie troy schon sagte, progressive federn sind keine Lösung. Die Progression kommt normalerweise durch die luftsäule, die mit der Höhe des gabelöls eingestellt wird.

    Was behoben werden muss ist die lausche Dämpfung. Einige eglides haben schon so etwas wie einen intiminator eingebaut. Alleine diese massnahme verbessert die gabel erheblich.

  • viczena , troy®

    Ich werde meine Gabel demnächst nochmal wegen eines leicht siffenden Simmerrings links auseinander nehmen. Habe die Intiminators ja bereits verbaut und fahre derzeit ein 7,5er Motul. Spricht fein an, bei manchen Löchern aber fast zu fein (glaube ich, Paranoia???). Außerdem klappert links wohl die Feder (glaube ich, Paranoia???).


    Frage 1:

    Sollte ich doch besser auf ein 10er Öl gehen?


    Ich erinnere mich leider nicht mehr, ob ich beim Einbau die Füllhöhe von 95 mm MIT oder OHNE die Intiminators gemessen habe.


    Frage 2:

    Sollte ich die Füllhöhe MIT oder OHNE die Intiminators auf 95 mm einstellen?


    Was meint ihr? Wie habt ihr das gemacht?

  • Ich fahre im Intiminator das Amsoil 5er Öl. Füllhöhe messe ich nicht, sondern die Menge die die Factory vorgibt. Bei Bedarf, wenn sie zu leicht einfedert, gebe ich etwas Gabelöl nach. So 10ccm.

  • Das mit den SAE-Angaben bei Gabelölen ist doch eher Lotterie und haben wenig mit der tatsächlichen Viskosität zu tun. Deswegen kann der eine Hersteller sein Öl mit SAE15 kennzeichnen und ein anderer Hersteller könnte sein gleiches Öl mit SAE5 kennzeichnen.


    Da ich meine Gabel habe überholen lassen und dabei die Intiminatoren eingebaut wurden, kann ich nicht sagen auf welche Art und Weise das Ölvolumen bestimmt wurde.

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  • Ich habe die Ricors auch verbaut und das Öl verwendet, welches mit in der Lieferung dabei war. Medium #10.


    Ist jetzt schon eine Weile her, aber funktioniert gut bei meiner Street Bob


    Bei der Gabelöl-Füllhöhe habe ich ebenfalls die lt HD Wartungshandbuch angegebenen Werte verwendet.


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  • bei meiner Bestellung wurde das 10er Öl empfohlen....


    daher habe ich es in meiner Liste gelb markiert mit dem Hinweis auf Ricor


    aktuell gibt es 20% Rabatt auf der RICOR Seite



    pasted-from-clipboard.png

  • Frage 2:

    Sollte ich die Füllhöhe MIT oder OHNE die Intiminators auf 95 mm einstellen?


    Was meint ihr? Wie habt ihr das gemacht?

    Wie Peter, vorgeschriebene Menge ohne Berücksichtigung der Füllhöhe, wenn ich das unten richtig übersetze...


    Add the same amount of oil that your factory manual calls for.

    5 W for 39mm and 41mm

    10 W for 49 mm (2006-2012 models



    pasted-from-clipboard.png

  • Bzgl. des Vergleichs der cst-Werte: bei mir wurde das Harley-Davidson Type E verwendet.


    Ich weiß aber immer noch nicht, ob nach Volumen oder Füllstand gearbeitet wurde bzw. ob der Füllstand ohne oder mit Ventil gemessen wurde. Auf jeden Fall funktioniert es zu meiner vollen Zufriedenheit.

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  • Hallo zusammen!

    Ich hab mir nach langem Überlegen jetzt auch die Intiminators bei Ricor bestellt!

    Wie schon erwähnt wurde gibt es dort aktuell 20% Nachlass auf die Teile

    Ich habe allerdings ohne das empfohlene Öl bestellt, da ich einen Händler in D gefunden habe der für das Öl gerade mal 7,99€ statt der 20 US-Dollar nimmt.

    Bin mal gespannt ob alles reibungslos geliefert wird.

  • Was kosten die mit den Prozenten?

    Ich hätte auch Interesse.

    Meine Öhlins hinten schreien nach einer besseren Gabel😃

    Meine Motorradlaufbahn:
    Herkules Kl 50 SE, Honda XL 250 S, Honda XL 500 S, BMW R 650, BMW R 100 RS, Honda XBR 500, Yamaha FJ 1100, Harley Street Bob.

  • Ist ja ein überschaubarer Preis.

    Wie lange gilt das Angebot?

    Bin am Überlegen mir die Teile von einem Freund mitbringen zu lassen.

    Meine Motorradlaufbahn:
    Herkules Kl 50 SE, Honda XL 250 S, Honda XL 500 S, BMW R 650, BMW R 100 RS, Honda XBR 500, Yamaha FJ 1100, Harley Street Bob.

  • ca. 4% Einfuhrzoll und auf die Gesamtsumme 19% Einfuhrumsatzsteuer (evtl. ist die aber aktuell bis Jahresende auch auf 16% gesenkt worden, das weiß ich nicht)

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  • Hallo zusammen!

    Ich hab mir nach langem Überlegen jetzt auch die Intiminators bei Ricor bestellt!

    Wie schon erwähnt wurde gibt es dort aktuell 20% Nachlass auf die Teile

    Ich habe allerdings ohne das empfohlene Öl bestellt, da ich einen Händler in D gefunden habe der für das Öl gerade mal 7,99€ statt der 20 US-Dollar nimmt.

    Bin mal gespannt ob alles reibungslos geliefert wird.

    welches Öl verwendest Du...