TC 110 Big Problem,Motorschaden?

  • [...] Das Problem bei den Twincams ist, dass das Leistung und Hubraum bei gleichem Grundmotor immer mehr erhöht wurden. Das hat alles seine Grenzen.

    Das vergessen auch viele beim frisieren (tjunen). Da werden schnell Mal neue Nockenwellen oder eine dünne Kopfdichtung rein gezaubert, bei einem 96er eventuell auch gleich günstige 103er Zylinder und Kolben, aber der Rest bleibt unberührt. Dann wundern sich die Spezialisten warum der Anlasser oder die Kupplung abraucht, der Kompensator müde wird oder die Lagerung aussteigt.


    Deswegen habe ich vorab bzw. währenddessen auch dem Motorrumpf meine Aufmerksamkeit, Liebe und Geld geschenkt. Damit er auch bereit für das ist, was von oben kommt. Ich habe es auch im Oberhaus nicht übertrieben. Sicherlich wäre die gleiche Leistung oder sogar noch mehr möglichen gewesen, was die S-Modelle lieferten. Ist aber gar nicht mein Anspruchsbereich gewesen und geht massiv auf die Haltbarkeit. Deswegen lieber ein Brikett weniger, dafür aber länger. Und trotz aller Unkenrufe einen ordentlichen Ölkühler. Der kann im Hochsommer zwar auch nicht immer alles verhindern, aber besser etwas als gar nix.


    Donny Petersen hat auch thermische Degradation an den Zylindern beschrieben:

    Die Laufbuchsen des 110er sind extrem dünn und fest mit dem Zylinderfleisch vergossen. Daher sind sie nicht mehr austauschbar. Wenn kaputt dann Schrott. Bei getunten 110ern entsteht jedoch so viel Hitze im Kopfbereich, dass sich das Fleisch von der Laufbuchse zurück zieht. Dadurch kann die Hitze noch schlechter abgeleitet werden ... Teufelskreis.

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
    Wenn Du nicht sicher bist, wende Dich an eine Fachwerkstatt.

  • Die Evos haben halt nur die halbe gerechnete Laufleistung.

    moin

    wie meinst du das mit der halben gerechneten laufleistung ?

    ich selber hab meine bj96 road king mit über 100.000km verkauft und die lief wie ein uhrwerk ! (und kenne einige mit ähnlichen laufleistungen) allerdings war nichts dran gemacht (sogar der auspuff war orginal)

    ich glaube (oder besser gesagt bin fest überzeugt) wenn man die dinger so lässt wie sie das werk verlassen, dann laufen die auch (eine gute wartung vorausgesetzt) auch ich hab schon lehrgeld bezahlt als ich bei meiner sporty viel verschlimmbessert habe (s+s vergaser zb.) optisch sehe ich kein problem aber technisch würde ich nix mehr machen. für mich ist eine harley eben kein racer und wenn ich mir sowas kaufe dann weis ich auf was ich mich einlasse .

    ein schönes wochenende und fallt nicht vom moped :) fahren ist besser als schrauben, geht auch mit ner shovel :)

  • [...] ich glaube (oder besser gesagt bin fest überzeugt) wenn man die dinger so lässt wie sie das werk verlassen, dann laufen die auch (eine gute wartung vorausgesetzt) [...]

    Genau meine Meinung und Beobachtung. Nicht nur bei Harleys und Motorrädern sondern auch bei allen anderen Marken und Fahrzeugen.

    Ich schreibe zu 99% Blödsinn. Alles andere ist nicht rechtsverbindlich.
    Die Anwendung eventueller Tipps geschieht auf eigene Gefahr.
    Wenn Du nicht sicher bist, wende Dich an eine Fachwerkstatt.

  • moin

    wie meinst du das mit der halben gerechneten laufleistung ?

    Jeder Motor wird gerechnet nach Laufleistung vor Revision. Der Evo hatte 60.000 Meilen, der TC 100.000 Meilen. das ist abhängig vom Material, den Toleranzen, der Ingenieurskunst. Der M8 kommt wahrscheinlich auf 130.000 meilen.


    Heist im Schnitt muss ein EVO nach 90.000km zur Komplettrevision, ein TC nach 160.000km.


    Nach diesen Werten richten sich übrigens auch die Ölwechselintervalle.

  • Genau meine Meinung und Beobachtung. Nicht nur bei Harleys und Motorrädern sondern auch bei allen anderen Marken und Fahrzeugen.

    Und wenn man sie gar nicht fährt, sondern gleich nach dem Kauf in die trockene Garage stellt, halten sie am Längsten.


    Zu Harley TC: Wenn man bei den Modellen unter 06 nicht die Nockenwellenspanner wechselt, dann zerlegt es die Ölpumpe und den Rest, wenn man einen TC Motor über 96 ohne Ölkühler fährt, stirbt er einen frühen Hitzetod. Wenn man bei Motoren über 103 nicht die Mischung kühler macht dito.


    Das sind nur mal ein paar Beispiele die mir auf Anhieb einfallen. Harley hat unser Bestes im Sinn. Unser Geld. Aber nicht die endlose Haltbarkeit der Maschinen. Die ist eher hinderlich. Ebenso auch bei anderen Marken und Fahrzeugen.


    Ausser vielleicht Tesla. Die haben im Sinn, das ihre Autos nach der privat Nutzungszeit noch zig hunderttausend km als Robotaxis fahren sollen. Da wird dann richtig Geld gemacht. Entsprechend sind die Fahrzeuge ausgelegt.

  • Es hängt auch viel am Fahrstil. Die Motoren müssen gut eingefahren werden und immer warmgefahren (mind. 10km) werden. Trotz der guten Leistungsentfaltung sollte man diese moderat abrufen. Wenn man ständig über 4000 dreht ist natürlich schneller was kaputt. Bei Langhubern legen die Kolben bei gleicher Umdrehung einen längeren Weg zurück. Das erhöht die Reibung und damit auch die Hitzeentwicklung. Gerade bei getunten Motoren werden diese Drehzahlen anscheinend mühelos erreicht und man wird dazu verleitet, das auch entsprechend oft abzurufen. Aber die technische Grundlage des Motors bleibt die gleiche.

  • Jeder Motor wird gerechnet nach Laufleistung vor Revision. Der Evo hatte 60.000 Meilen, der TC 100.000 Meilen. das ist abhängig vom Material, den Toleranzen, der Ingenieurskunst. Der M8 kommt wahrscheinlich auf 130.000 meilen.


    Heist im Schnitt muss ein EVO nach 90.000km zur Komplettrevision, ein TC nach 160.000km.


    Nach diesen Werten richten sich übrigens auch die Ölwechselintervalle.

    das wusst ich nicht, wieder was gelernt :)