Ich habe heute mein Bike gewaschen, damit das zu unserem Treffen auch noch ok aussieht. Nun habe ich das Probem, dass die Klappen meiner Jenkyll & Hyde nicht mehr reagieren. Lampe im Schalter leuchtet nur noch ganz schwach. Meine Hoffnung: Wasser in einer Verbindung und nach dem trocknen funktioniert es wieder. Kennt einer das Problem?
Dr. JEKILL&Hide
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Ja, das kenne ich. Bei mir kommt es ebenfalls regelmäßig vor, dass nach einer Wäsche mind. eine Klappe nicht korrekt öffnet/schließt. Ich bin nicht ganz sicher, aber meine Vermutung ist der Schalter. Das Problem verschwindet nach rd. 15 Min fahrt, und alles ist wieder so, wie es sein soll.
Bei der nächsten Wäsche werde ich die Linke Seite am Lenker mal nicht behandeln - mal schauen was passiert.
P.S.: wobei es der Schalter eigentlich nicht sei kann - dann würden beide Klappen nicht regieren meiner Meinung nach
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zapper2808 : Du hattest recht. Das Problem hat sich von alleine gelöst. Das Bike hat nun fast 24 Stunden gestanden und Zeit zum Trocknen gehabt. Habe nun einen neuen Test gestartet und alles funktioniert wieder. Da muss ich bei der nächsten Wäsche vorsichtig mit Wasser umgehen. Also die Tour nach Altrich kann ohne Probleme starten.
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Frage: WIE wascht Ihr denn die Motorräder?
- Mit Schaum und Schwamm per Hand und anschließend mit „weichem Strahl“ (Gartenschlauch/Brause) abspülen?
- Oder benutzt Ihr einen Hochdruckreiniger (HDR)?
- Wohlmöglich sogar einen industriellen HDR in einer Waschbox, der noch mehr Druck aufbaut als ein kleines 230V Verbraucher-Heimgerät mit 1/4“ Wasseranschluss?
Gegen normales Spritzwasser und „weiche“ Bewässerung sollten Schalter und Verbindungsstecker ja geschützt sein. Wenn nicht, würde es ja bei Regenwetter ebenfalls Probleme geben. Aber diese HDR sind wirklich absolutes Gift für viele Stellen und Baugruppen am Motorrad. Das Wasser wird unter sehr hohem Druck sehr stark beschleunigt und zerstäubt. Daraus resultieren sehr kleine Tröpfchen, die trotzdem mit hoher Geschwindigkeit auftreffen und ihre kinetische Energie sehr punktuell abgeben können. Insbesondere eine Verringerung des Abstands zwischen HDR-Sprühlanze und Oberfläche erhöht nicht nur die erwünschte sichtbare Reinigungswirkung, sondern auch die unerwünschten Nebenwirkungen. Wohlmöglich sind auch noch Waschzusätze im Reinigungswasser vorhanden. Diese setzen die Oberflächenspannung des Wassers bewusst herab, um Verschmutzungen besser unterwandern, lösen und Fette emulgieren zu können. Auf diese Weise kann die Reinigungslösung noch leichter in jede noch so kleine Ritze eindringen.
Weitere Problemzonen bei HDR-Anwendung:
Weitere „beliebte“ Stellen, an denen das Waschwasser aus einem HDR gerne eine fatale Wirkung entfaltet, sind allgemein alle Steckverbindungen der elektrischen Anlage und Verschraubungen/Dichtungen, jegliche Art von Lager(1) und die Felgen von Speichenrädern(2).
(1) Auch „abgedichtete“ und „abgedeckte“ Lager wie Radlager und Lenkkopflager. Die Kraft des Wassers ist so enorm, dass das Wasser problemlos durch das „Labyrinth“ einer Abdeckung dringen kann und Dichtlippen einfach „angehoben“ werden. In Lagern entfalten eingedrungenes Wasser und ggf. Reinigungszusätze gleich eine doppelte Wirkung. Einerseits durch das eingedrungene Wasser selbst, welches sowohl Korrosion an den Metallen verursachen als auch die Schmierstoffwirkung allgemein herabsetzen kann. Andererseits durch die reinigende Wirkung auf Basis chemischer Zersetzung und mechnischer Entfernung (Ausspülung) des Schmierstoffs.
(2) Dies betrifft Drahtspeichenräder. Hier dringt Wasser aus einem HDR gegenüber Regenwasser leichter und in größerer Menge an den Speichennippeln in das Felgenbett und die Speichengewinde ein. Während der Oberflächenbehandlung (Passivierung und Oberflächenveredlung/-beschichtung) muss die Felge gehalten, also irgendwie an einem Gestell befestigt werden. In der Regel werden hierzu im Felgenbett an 1-3 Stellen Haltedrähte/-stäbe angeschweißt. Nach Abschluss der Behandlung werden diese wieder entfernt und die Stellen glatt geschliffen. Die Folge ist mindestens eine Stelle im Felgenbett, die nicht galvanisch passiviert wurde. Bei verchromten Felgen erfolgt auch keinerlei Nachbehandlung der Stelle, bei lackierten/pulverbeschichteten Felgen erfolgt ggf. ein provisorischer, manueller Farbauftrag ohne grundlegende Passivierung der Metalloberfläche. Zudem wird jede Oberflächenveredlung an den Speichengewinden, den Speichennippelsitzen im Felgenbett und an den Speichennippeln selbst während des Einspeichens durch Reibung und durch Werkzeugeinsatz minimal beschädigt. Zudem ist/war es ggf. notwendig die Speichen nach dem Einspeichen und Zentrieren zu kürzen, wodurch ebenfalls blanke Stellen des Metalls zurückbleiben. Da in das Felgenbett eingedrungenes Wasser dieses deutlich schlechter und langsamer wieder verlässt, kann es dort in aller Ruhe seine oxidative Wirkung entfalten. Um den Gammel etwas einzudämmen habe ich das tiefe Felgenbett meines frisch eingespeichten Rades mit Owatrol-Öl versiegelt. Dieses dringt auch in die Verschraubungen der Speichennippel/Speichengewinde ein und unterwandert die Speichennippel in den Speichennippelsitzen der Felge. Owatrol-Öl besteht aus einem pflanzlichen Grundöl, welches unter Lufteinwirkung polymerisiert und zu einem festen aber elastischen Polymer aushärtet. Nach der vollständigen Aushärtung (je nach Temperatur ca. zwei Tage auf Metall) kann das Felgenschutzband montiert und überschüssiges Öl, welches bis auf die Speichen oder das äußere Felgenbett gelaufen ist, mit bloßem Finger abgerubbelt werden (ähnlich wie eine leichte Gummierung oder überschüssiges und getrocknetes Uhu). Diese Behandlung versiegelt einerseits herstellerseitig ungeschützte Stellen und durch die Montage in Mitleidenschaft gezogene Oberflächen. Andererseits wird auch eine leicht abdichtende Wirkung an den Speichennippelsitzen erreicht, die das Eindringen von Wasser zumindest erschwert oder stark verringert. Zumindest so lange keine Speichen nachgezogen werden.
Man kann auch, wie es mir mein alter Herr gezeigt hat, die Speichennippel vor der Montage in Leinölfirnis tunken. So sinkt bei der Montage der Reibungswiderstand und es entstehen währenddessen weniger Oberflächenbeschädigungen. Macht das Ganze aber „schmutziger“, weil der Mist dann während der Arbeit an den Fingern klebt. Nach dem Aushärten dient es gleichzeitig als Schraubensicherungsmittel für die Speichen/-nippel, was bei der nachträglichen Behandlung mit Öwatrol-Öl jedoch ebenfalls zu einem gewissen Grad gegeben ist.
Ich will hier niemandem etwas einreden oder daran hindern eigene Erfahrungen zu machen. Es handelt sich überwiegend um meine eigenen praktische Erfahrungen, einschließlich selbst durchlebter Fehler und Konsequenzen. Zum besseren Verständnis mit ein paar Hintergrund-Informationen angereichert.
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Moin zusammen,
ich bin auch kein Freund von HDRn und wasche klassisch: Sprüh-Wasserstrahl auf alle Flächen, Reiniger überall aufsprühen, bissl warten, dann mit Schwamm usw. drüber und mit Wasserstrahl abwaschen. ... trockenwischen => feddisch

WENN dann doch mal mit HDR, dann immer in ausreichend Entfernung.....
Ich vermute ne undichte Steckerverbindung, die ich noch nicht gefunden habe, oder irgendwas an der Mechanik. Wollte schon Schmiermittel an die Mechanischen Versteller der Klappen geben, aber das wäre wohl keine gute Idee wg. den hohen Temperaturen an der AGA. 1. Reflex ist ja oft WD40, wobei ich das Zeugs eher als Reinigungsmittel ansehe.
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Mit vulkanet Tücher od wenns mal zu schmutzig wird mit motorradreiniger schwamm und mit leichtem strahl vom gartenschlauch
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In unserer Tiefgarage haben wir für alle Mieter einen eigenen Waschplatz. Kein HDR , aber einen Wasserschlauch mit Düse und ordentlich Druck. Zuerst sprühe ich das Moped zur Vorwäsche mit Waschschaum ein, leicht abspülen und nochmal mit Autowäsche, Schwamm und Pinsel nachwaschen. Als letztes wird mit dem Schlauch abgespült und das mache ich offenbar mit zu viel Druck. Werde das nächste mal alles nur noch leicht abspülen.
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In unserer Tiefgarage haben wir für alle Mieter einen eigenen Waschplatz. Kein HDR , aber einen Wasserschlauch mit Düse und ordentlich Druck. Zuerst sprühe ich das Moped zur Vorwäsche mit Waschschaum ein, leicht abspülen und nochmal mit Autowäsche, Schwamm und Pinsel nachwaschen. Als letztes wird mit dem Schlauch abgespült und das mache ich offenbar mit zu viel Druck. Werde das nächste mal alles nur noch leicht abspülen.
Ah, ganz ehrlich: Das muß das Teil mMn abkönnen.... Wenn Du mit 100 Km/H durch den Regen fährst, dürfen auch nicht gleich Teile ausfallen.....
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Ich habe heute mein Bike gewaschen, damit das zu unserem Treffen auch noch ok aussieht. Nun habe ich das Probem, dass die Klappen meiner Jenkyll & Hyde nicht mehr reagieren. Lampe im Schalter leuchtet nur noch ganz schwach. Meine Hoffnung: Wasser in einer Verbindung und nach dem trocknen funktioniert es wieder. Kennt einer das Problem?
Trocken blasen mit kompressor oder laubbläser.
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Also ich habe hab noch nie solche Probleme gehabt und die Anlage ist jetzt schon 10 Jahre alt .
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Normale Gartenschläuche mit irgendeiner mechanischen Strahlregulierdüse sollte eigentlich in Ordnung gehen. Der Wasserdruck in Hausinstallationen liegt meist deutlich unter 4 bar. Selbst wenn aufgrund geografischer Gegebenheiten ein höherer Druck möglich wäre, wird dieser zum Schutz der Installation auf maximal 5 bar begrenzt, meist aber weniger. So jedenfalls der letzte Kenntnisstand aus meiner beruflichen Tätigkeit.
Mir ist jedoch etwas anderes in Euren Beschreibungen aufgefallen, nämlich das Einsprühen mit Motorradreiniger. Ich weiß nicht, ob Ihr damit das Gleiche meint wie ich, denn ich denke dabei an z.B. Fertan Motorrad Reiniger, S100 Motorrad Total Reiniger, S100 Totalreiniger Plus, Louis Care Total Reiniger, Polo Motorrad Gel-Reiniger und so weiter. Diese Reiniger sind jedoch nicht ohne. Hatte ich früher auch benutzt, bis ich das Problem dieser Reiniger verstanden habe. Sie sind sehr reaktiv und Reste, die nicht vollständig abgespült und entfernt werden, können Materialien angreifen. Besonders gefährdet sind hier blanke Metalle und jegliche Art von Kunststoffen/Kunststoffverbindungen. Da gab es vor Jahren auch einen entsprechenden Bericht in der Motorradpresse drüber.
Noch ein kurzer beruflicher Abstecher
Der Tensidchemiker Herbert Sinner hat zur Reinigung 4 Komponenten identifiziert: Chemie, Zeit, Mechanik & Temperatur. Der nach ihm benannte Sinnersche Kreis beschreibt deren Beziehung.
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Inneres Diagramm: Idealverteilumg; äußeres Diagramm: Verteilung bei MotorradreinigerWird eine der 4 Komponenten verringert, muss dafür mind. 1 andere Komponente erhöht/verstärkt werden. Für die Motorradreiniger bedeutet dies:
- niedrige Temperatur
Die Motorradreiniger sollen nicht in der prallen Sonne angewendet werden und mit kaltem Leitungswasser (ca. 8-20°C) abgespült werden. - geringe Mechanik
Die Motorradreiniger sollen nur aufgesprüht werden, einwirken und dann abgespült werden. Die einzige reinigungswirksame Mechanik wird durch den Wasserstrahl erzeugt. - begrenzte Einwirkzeit
Damit die ideale Wirksamkeit und die einfache Abspülbarkeit erhalten bleibt, soll der aufgesprühte Reiniger nicht antrocknen. Auf diese Weise besteht eine natürliche Zeitbegrenzung der Einwirkzeit. - chemische Keule
Um die zuvor genannten Einschränkungen bei den 3 Komponenten Temperatur, Mechanik und Zeit auszugleichen, muss die chemische Formulierung sehr aggressiv ausgelegt sein.
Daraus ergibt sich, das nicht vollständig entfernte Reste der Reinigungschemie (z.B. in Ritzen, Spalten, Hohlräumen oder unter Schalterkappen) selbst nach Verdünnung mit Abspülwasser noch weiter wirken können. Insbesondere, wenn an diesen Stellen die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt und die Chemie in Lösung gehalten gehalten wird oder wenn durch Umwelteinflüsse (Tauwasser, Regenwasser) die angetrockneten Reste der Reinigungschemie erneut in Lösung gebracht werden. In der Folge können unter anderem synthetische Materialen degradiert werden, so dass Dichtungen porös werden und versagen. Als Fatal kann gelöste Chemie (aus dieser oder einer folgenden Waschung) nun auch hinter die Dichtung dringen und so direkt die ungeschützten Metalle elektrischer Schaltungen angreifen.
- niedrige Temperatur
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So einen Reiniger wie von Troy beschrieben habe ich zwar auch ( Dr. Wack, S 100 total), aber darauf musste ich in den letzten 4 Jahren nur einmal nach einer Regenfahrt zugreifen. Üblicherweise mische ich nur einfaches Autoshampoo mit Wasser in deiner Druck/ Sprühflasche und sprühe das Moped damit komplett ein.
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Einige dieser Motorradreiniger sind auf Dauer Gift für Kunststoffteile. Ich benutze ein Autoshampoo mit Wachs.
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Ich benutze ein Autoshampoo mit Wachs.
Welches denn z.B. ?
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Ja, alles gut und schön, wer wann wo wie welchen Reiniger nutzt, aber die Fragestellung war ne andere

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zapper2808 Naja, es ging um die Suche nach möglichen Ursachen. Wenn man nicht von vorne herein dem Hersteller der Anlage mangelnde Qualität unterstellen möchte, fragt man mögliche Risikofaktoren im Benutzerverhalten bzw. dahingehende Gemeinsamkeiten zwischen Betroffenen ab. Im besten Fall kann man so eigenes Verschulden ausschließen.
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zapper2808 Naja, es ging um die Suche nach möglichen Ursachen. Wenn man nicht von vorne herein dem Hersteller der Anlage mangelnde Qualität unterstellen möchte, fragt man mögliche Risikofaktoren im Benutzerverhalten bzw. dahingehende Gemeinsamkeiten zwischen Betroffenen ab. Im besten Fall kann man so eigenes Verschulden ausschließen.
Alles gut troy, wollte nur nicht, dass der eigentliche Kommentar zu einem Waschthread ausufert.
Limmatfuchs vielleicht magst Du den Threadtitel noch bissl optimieren, dann werden wir besser gefunden
Dr. "JEKILL&Hide" .... -
Also ich gehöre zu denjenigen die wahrscheinlich zu oft waschen. Fahre aber grundsätzlich in eine Waschbox. Vorreinigen mit HDR, anschließend Schaum mit Handschuh und Pinsel einarbeiten, abspülen mit klarem Wasser. Der einzige Unterschied ist, bei uns gibt es ein Gerät, mit dem man anschließend das Ganze Rückstandslos und absolut tropfenfrei trocken pusten kann.
Bisher noch nie Probleme gehabt.
Hin und wieder werden die Gummi- und Kunsstoffelemente mit Ballistol eingerieben. Ansonsten bisher absolut keine Probleme bei Elektronik und Co gehabt.
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Limmatfuchs
22. Juni 2025 um 16:55 Hat den Titel des Themas von „Jenkyll & Hyde Problem“ zu „Dr. JEKILL&Hide“ geändert.