Beiträge von viczena

    Genau meine Meinung und Beobachtung. Nicht nur bei Harleys und Motorrädern sondern auch bei allen anderen Marken und Fahrzeugen.

    Und wenn man sie gar nicht fährt, sondern gleich nach dem Kauf in die trockene Garage stellt, halten sie am Längsten.


    Zu Harley TC: Wenn man bei den Modellen unter 06 nicht die Nockenwellenspanner wechselt, dann zerlegt es die Ölpumpe und den Rest, wenn man einen TC Motor über 96 ohne Ölkühler fährt, stirbt er einen frühen Hitzetod. Wenn man bei Motoren über 103 nicht die Mischung kühler macht dito.


    Das sind nur mal ein paar Beispiele die mir auf Anhieb einfallen. Harley hat unser Bestes im Sinn. Unser Geld. Aber nicht die endlose Haltbarkeit der Maschinen. Die ist eher hinderlich. Ebenso auch bei anderen Marken und Fahrzeugen.


    Ausser vielleicht Tesla. Die haben im Sinn, das ihre Autos nach der privat Nutzungszeit noch zig hunderttausend km als Robotaxis fahren sollen. Da wird dann richtig Geld gemacht. Entsprechend sind die Fahrzeuge ausgelegt.

    moin

    wie meinst du das mit der halben gerechneten laufleistung ?

    Jeder Motor wird gerechnet nach Laufleistung vor Revision. Der Evo hatte 60.000 Meilen, der TC 100.000 Meilen. das ist abhängig vom Material, den Toleranzen, der Ingenieurskunst. Der M8 kommt wahrscheinlich auf 130.000 meilen.


    Heist im Schnitt muss ein EVO nach 90.000km zur Komplettrevision, ein TC nach 160.000km.


    Nach diesen Werten richten sich übrigens auch die Ölwechselintervalle.

    Muss ich bei einer FXDB 2017 103 Motor dann auch Angst haben?

    Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wenn du vorhast, lange mit dem Bike zu fahren, dann sollte man weniger für Chrom, Lenker, Stossdämpfer, Bling Bling ausgeben und ein wenig mehr für den Motor.


    Wenn dein Bike keinen Ölkühler hat, wäre das eine erste, überschaubare Modifikation.

    Wie sieht es mit den äußeren Lagern aus (die in der Lagerplatte)? Sind die eher unkritisch?

    Eher unkritisch, obwohl es hin und wieder Ausreisser bei dem Öldruckventil gab. Ich habe irgendwann auf SE oder Feuling gewechselt. Ich weiss nicht, ob das notwendig war. Aber es gibt Peace of Mind.

    Ich glaube nicht, dass in den Evo-Motoren Teile mit besserer Qualität verbaut wurden. Das Problem bei den Twincams ist, dass das Leistung und Hubraum bei gleichem Grundmotor immer mehr erhöht wurden. Das hat alles seine Grenzen.

    Die Evos haben halt nur die halbe gerechnete Laufleistung.

    =O8|

    Deshalb hab ich in meiner Freizeit auch viel Zeit,zu lesen.Also das Hydrostößelproblem tritt hauptsächlich bei den 110ern auf.Egal welches Baujahr,und auch bei den ab 2013 verbauten angeblich besseren Screaming Eagle-Stößeln.Bei den meisten ab 18tkm Laufleistung,natürlich nicht bei allen.

    Also ich kenne ein paar Leute mit 110er Motor,denen die Motoren abgeraucht sind.Schaden bis 9000Eu.Ich kenne aber keinen,der einen kennt,dem das mit nem 96er oder 103er passiert ist,auch nicht mit getunten.Und die haben meistens"normale"Hydrostößel drin.

    Mein Tipp an alle 110er-Fahrer:achtet genau auf neu aufgetretene Motorgeräusche.Und vielleicht doch mal die von viczena genannten Feuling bzw.S&S bei der nächsten großen Inspektion tauschen/tauschen lassen.

    Das ist ein Problem des heissen Motors, das bei einer 110 noch deutlicher wird. Man sollte halt alles tun, um den 110er kühl zu halten. Am Besten man fängt mit 10W-60 Synthetik Öl an.


    https://www.g-homeserver.com/f…r-motor-ltemperatur-eitms


    Meine 08 CVO Roadking erfreut sich mit 130.000km , hoher Verdichtung und Leistung von unten heraus noch allerbester Gesundheit.

    Deshalb sage ich es ja.


    https://www.g-homeserver.com/f…el-pushrods-st-ssel-lager


    Bei den grossen Tuning Kits liegen die besseren Nockenwellenlager dabei. Bei den Cams wird in der Anleitung dringlich empfohlen, auf diese Lager zu wechseln.


    Bei den 110 ab 13 sind diese Lager standardmässig verbaut. Um so überraschender, das in einer 17er Dyna S die alten verbaut wurden. (und natürlich kein Ölkühler).


    Harley ist bekannt dafür das sie sich einen Dreck scheren um Probleme, die deutlich nach der Garantie auftreten. Wer also nicht alle 10.000km sein Bike gegen ein neues tauscht, der sollte Massnahmen zum Werterhalt ergreifen.


    Zum Beispiel auch einen Ölkühler nachrüsten.

    @LRalf:Knapp 25000 km.Bißchen früh für ein Ableben des Motors durch kaputte Hydrostößel.

    Ich habe mir gerade die Parts in deinem Motor angesehen. Da sind doch tatsächlich noch die alten Nockenwellenlager 9215 eingebaut. Böser Fehler. Die müssen bei allen Bikes möglichst umgehend gegen die deutlich haltbareren 24018-10 getauscht werden!!! Dyna 06-17, Softail 07-17 & Touring/Trike 07-16.


    Ich gehe davon aus, das diese Lager versagt haben, was dann in Folge die Hydros und die Cams zerstört hat. Der fehlende Ölkühler und das heisse Öl haben da sicher auch nicht geholfen.


    @Troy: Bei dir sind die 24018-10 schon dabei!

    Feuling oder S&S. Die haben verbesserte Lagerung der Rollen. Pumpen sollen die auch besser, aber wer weiss.


    Ab BJ 13 wurden die 18572-13 Screamingt eagle High Capacity Tappets in die 110 Motoren eingebaut.


    "This latest version of the Screamin’ Eagle High-Capacity Tappet incorporates a special heat treatment on the bearing needles and axle. In addition to the already proven, 25% larger, high capacity needle bearings, this new heat treat technology increases material hardness and compressive strength, ultimately enabling the tappet to withstand the grueling engine speeds and high valve lift found in many performance engine configurations. The newest technology is identified with a laser-etched “SE” on the axle of the tappet (shown in product image)."


    Die sind auch in deinem Kit 92500033) enthalten.


    Die Hydros die bei mir kaputt gegangen sind waren übrigens die Standard 18538-99C. Die wurden bis BJ 12 verbaut. Und sind sicher nicht adäquat.

    Die eingebauten Hydrostössel sind vom Chevy smallblock. Sie sollten zwar halten, erweisen sich aber als etwas schwächlich. Zudem vertragen sie heisses Öl nur sehr schlecht. Die Lowrider S ist eines der wenigen 110er ohne Ölkühler.


    Gerade ist auch wieder ein Motor in meinem Dunstkreis nach 80.000km verreckt. Zwar nur ein 103, aber natürlich ohne Ölkühler. Ich hatte den Besitzer gewarnt.


    Aber auch mit Ölkühler können die Hydros verrecken. Siehe mein Bike. Ich wechsle deshalb bei den 110ern immer auch die Hydros, wenn ich die anämischen 255 Nockenwellen rauswerfe.

    Ich war mal bei so einer Prüfstandeinweisung dabei. Kein Problem die VE Werte durchzumessen. Dauert nur länger als einmal Vollgas geben und gut iss.


    Nach der Messung müssen die VE Tabellen noch manuell nachbearbeitet werden. Da muss man halt wissen was man tut. Und warum welche Werte zusammenkommen. Und was die anderen Maps daran kompensieren und was nicht.

    Der Händler hat wahrscheinlich festgestellt, das bei den letzten 100 oder mehr Bikes nach 1600km fast frisches Öl und ein sauberer Ölfilter gewechselt wird. Und dann braucht man das eigentlich nicht. Problematisch sind nur die paar Bikes, bei denen es ein Problem gibt und trotzdem Ablagerungen oder Metall im Öl/Filter ist. Dann ist der Wechsel unbedingt notwendig.


    Leider weiss man nie vorher, ob man zu der Gruppe der notwendigen gehört.

    Umbauten in der Garantiezeit sind das eine, Aber Umbauten bevor man überhaupt gefahren ist, also noch in der Einfahrzeit sind nochmal was ganz anderes. Da muss man dann bereit sein, die Garantie selber zu übernehmen. Sagt mir meine Lebenserfahrung.

    Wie Troy schon richtig sagte, bei der Feder kommt es darauf an, das die Belastungspunkte der Dämpfung immer gleich weit sind, damit die Dämpfung vorhersehbar arbeiten kann. Die Progression kommt dann hauptsächlich aus der Luftsäule, wie du so richtig sagst.

    Und man muss sich nicht Posern anbiedern, indem man sein Motorrad zur langweiligen Allerweltsware wandelt. Jedes sieht gleich aus. Und alle fahren gleich scheixxe. Gähn...

    So etwas in der Art habe ich mir schon gedacht. Nixdestotrotz ist es der Händler, bei dem du gekauft hast, der dein Ansprechpartner ist. Und du hast bauliche Veränderungen vor der Einfahrtzeit gemacht. War es denn wirklich sooo dringend?


    Und wenn, warum hast du das nicht deinen Händler einbauen lassen?

    Wenn das Getriebe dafür ausgelegt ist, sicher. Alle mir bekannten Getriebe, die vom Ölkreislauf getrennt sind, fahren am Besten mit dem Castrol Getriebeöl.


    Und da gibt es Getriebe, die gar kein Öl haben, sondern Schmiere. Wie die Royal Enfield.

    Recht haben und recht bekommen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Mit etwas Lebenserfahrung wüsstest du das.


    Und das ein Händler dir dein Bike macht und sich so richtig reinhängt, bei dem du es gar nicht gekauft hat, ist schon sehr sehr optimistisch.

    Es geht nicht um sollte, müsste, wäre. Sondern einfach um menschliches Verhalten. Wenn du bei einem Händler kaufst, ein gutes Verhältniss aufbaust, vielleicht auch noch ein paar Freude animierst, bei ihm zu kaufen und er in dir einen guten Kunden sieht, dann baut er schon mal ein Getriebe aus einer anderen Neumaschine in dein Bike ein. Damit du fahren kannst.


    Bist du ein quengelnder Pfennigfuchser, dann wird halt "Dienst nach Vorschrift" gemacht. Bis du mit den Anwälten auch nur irgendwas erreicht hast, ist die Saison um.


    Der Händler lebt vom Verdienst. Das macht der nicht zum Spass oder um Kunden zu bespielen.

    Der TS hat schon Modifikationen am Bike vorgenommen, bevor das Bike überhaupt eingefahren war. Das ist generell eine sehr schlechte Idee. Die Einfahrzeit ist auch dafür da, offensichtliche Fehler zu entdecken. Und dann im Ernstfall auch ein neues Bike oder sein Geld zurück zu bekommen.


    Dann kauft er sein Bike bei einem entfernten Händler, der Händler vor Ort soll dann die Wartung und Garantieabwicklung machen. Wieder eine sehr schlechte Idee.


    Ich habe das Gefühle da wollte jemand am falschen Ende sparen.


    batman.jpg