Beiträge von LRalf

    wurde meines Wissens nach mit Autotune Pro gemacht, könnten da die AFR-Werte geändert werden?

    Die AFR-Werte werden entweder über eine vorgegebene Map überschrieben oder manuell angepasst. Das Autotune macht da nichts. Das Magerknallen kann man z.B. durch manuelles Ändern der AFR-Werte beeinflussen.

    Die Motorsteuerung kann das Gemisch immer noch etwas anpassen und speichert diese Korrekturwerte ab. Beim Überspielen einer neuen Map wird das gelöscht, soviel ich weiß. Aber der Unterschied sollte kaum spürbar sein. Nach ca. 100km sollte das wieder automatisch korrigiert sein.

    Soviel ich weiß, können durch das Autotune allein die Werte nicht so verändert werden, dass es Probleme mit dem TÜV geben kann. Da müssten schon noch die AFR-Tabelle zusätzlich manuell geändert werden.

    Die Technik an einem Motorrad ist ist für mich ein entscheidender Kaufgrund. Was ich nicht verstehe ist, wie man fortschrittliche Motorentechnik als wichtigen Aspekt angibt und sich trotzdem eine Harley kauft.

    Chris-Climber Ich fahre jetzt seit über 40 Jahren Motorrad. Als ich damit angefangen habe, war eine Harley eine Sensation. Es gab nur eine Hand voll Händler in Deutschland.

    Zu dieser Zeit war Motorradfahren noch verpönt. Erst Mitte bis Ende der 70iger Jahre, als so mancher Famlienvater sein Schäfchen im Trocknen hatte und noch etwas Geld übrig war, etablierte sich das Motorradfahren als Hobby.

    Damals wie heute wurde die Harley genauso wie englische Motorräder als nicht zeitgemäß angesehen, weil die Japaner von der Technik her sehr viel fortschrittlicher waren. BMW wäre auch fast pleite gegangen.Da gabe es genau die gleiche Klientel. Die Leute, die schon immer Motorrad fuhren und die die den "Way of Life" auch mal kennenlernen wollten, aber nur Samstags vormittags beim Händler mit Fachsimpeln über Reifen, Kettenspray und Öl und Sonntags bei den Treffen. Da wurde man belächelt mit Harley, Triumph, Laverda, etc.. Rennen wurden ja mit Japaner gewonnen. Für die Technik hat sich aber keiner wirklich interessiert. Die meisten konnten noch nicht mal selbst die Kette spannen. Die Japaner haben letztendlich mit der modernen Technik das Motorradfahren etabliert. Wenn man das sucht muss man sich auch ehrlich zu dem bekennen.

    Wie die Motorradindustrie auf Dauer bestehen kann weiß ich auch nicht. Der Staat blockiert das doch auch. Wie sollen mehr junge Leute zum Motorradfahren kommen wenn der Führeschein schon eine Odysee ist. Ich habe damals 1 Fahrstunde gehabt (vorher Moped gefahren). Ich hätte mir den heutigen Führeschein auch nicht leisten können.

    Harley ist seinem Konzept treu geblieben und das war bisher die Überlebensstrategie.

    Ich habe gehört, dass es bei den Touring-Modellen Problem mit Getriebeöl im Primärkasten gibt/gab.

    Ansonsten bin ich bei Viczena. Es geht immer mehr von dem ursprünglichen Charakter verloren. Die Twincam war ja schon umstritten. Ich bin da auch eher der Urtyp. Ich schraube auch gerne, aber das kostet auch viel und ist nicht immer so von Erfolg gekrönt, wie man sich das erhofft. Die Dyna TC ist für mich ein guter Kompromiß von Ursprünglichkeit, Zuverlässigkeit und Leistung.

    Ich habe die M8 noch nicht gefahren. Aber die Leistung meine 103er reicht mir.

    Wahrscheinlich ist die M8 aber noch ok. Die rote Linie wäre für mich mit oben liegenden Nockenwellen, Wasserkühlung oder Kurzhubigkeit überschritten.

    Es kann natürlich auch an den Bohrungen in der Handpumpe liegen. Das hatte ich aber noch nie an einem Motorrad. Die Bohrungen sind aber so winzig, dass man das sehr schlecht einschätzen kann. Wenn man einmal dabei ist, würde ich auch die Handpumpe machen. Das ist kein großer Akt, habe ich kürzlich auch gemacht. Die Suppe muss ja sowieso raus.

    Ich glaube, das sind hängende Kolben. Luft kann sowas nicht verursachen. Die Kolben gehen nach dem Bremsen nicht mehr richtig zurück. Die Zange muss zerlegt und gereinigt werden. Möglicherweise müssen die Kolben getauscht werden. Wenn die Scheibe zu heiß wird, kannst du die auch bald wegwerfen.

    Wenn das Getriebe blockiert, nützt Kupplung ziehen nichts mehr.

    Man könnte mal mit einem Endoskop durch das Zündkerzenloch in den Brennraum schauen. Da sollten nach einem Klemmer/Fresser Spuren sichtbar sein. An der Zylinderlauffläche sieht man oft nur geringe Spuren (Längsriefen). Das sollte völlig glatt sein - nur Hohnspuren dürfen sichtbar sein.

    Wäre interessant zu wissen, ob sie kurz danach im warmen Zustand noch ansprang.

    Ähm ... Dyna oder Softail?


    Bei der Dyna:

    1. hinten vor dem Hauptbremszylinder die Kontermutter lösen
    2. vorne am Bremspedal die Bremsstange aushängen
    3. die gesamte Bremsstange drehen, rechtsrum zum "Verkürzen", linksrum zum "Verlängern"
    4. Bremsstange vorne wieder einhängen
    5. hinten Kontermutter wieder anziehen

    An meiner Dyna LR habe ich einfach die Kontermutte gelöst und die Mutter am Bremszylinder gedreht. Das ist auch so im Handbuch beschrieben.

    Also 3 auf dem Bild .


    Edit: Auf dem Bild oben wäre es Nr. 26

    Edit2: Das ist eine kleine Druckstange mit Kugelkopf, die m.E. dafür vorgesehen ist, gedreht zu werden.


    Pedalhöhe.png

    Mich persönlich wundert es in diesem Zusammenhang, dass seit Jahren der Negativanteil (Profilrillen) bei den meisten Reifenherstellern immer weiter abnimmt, aber trotzdem immer bessere Nässeeigenschaften ausgelobt werden. Das fällt bei Metzeler über die Modelle ME880, ME888 zu Cruisetec auf. Aber auch bei den aktuellen Reifen Avon Cobra Chrome oder Michelin Commander III Cruiser. Wie funktioniert das? Okay, Silica macht viel möglich. Aber das verdrängte Wasser muss doch auch irgendwo hin.


    Das wundert mich auch. Früher hat man gesagt, ein guter Regenreifen muss eine Mittelrille haben, gerade vorne.

    Aber ich glaube, dass die Nasseigenschft beim Tourer/Cruiser leichter zu erreichen ist, als beim Racer.

    Nässe ist auch relativ. Bei Starkregen ist alles Mist.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Trocken ist der Reifen garnicht so schlecht.

    Hallo,


    ich hab noch meinen 1. Scorcher mit ca. 11000km drauf. Der ist aber bald fällig. Dann werde ich komplett auf Avon Cobra Chrome gehen.

    Die LR hat vorne Doppelscheibe und daher ist auf dem Vorderreifen auch nicht mehr soviel drauf.


    Ralf

    Was mich nur wundert ist, dass das Gerät beim Händler funktioniert hat und jetzt auf einmal vom Rumliegen kaputt ist. Vielleicht hat er es doch nicht verwendet oder zumindest das Standardmapping gesichert.

    Wenn das Gerät einen Fehler hat, dann muss dein Händler da aktiv werden. Wenn das Original-Mapping weg ist, dann hast du ein Problem.

    Mit dem TÜV sollte normalerweise kein Problem sein, wenn das ein Werkstatt-TÜV ist. Macht dein Händler keine TÜV-Abnahmen ?


    Edit: Hast du mal versucht, ob du das Powervision als USB-Laufwerk im Explorer sehen kannst, wenn das Gerät mit USB am PC angeschlossen ist ?

    Ich habe das Gerät selbst nicht, nur eine Prüfstandabstimmung mit Powervision. Das Map habe ich auf einem USB-Stick und mich auch mit dem Thema beschäftigt. Um das Original-Map aufzuspielen, benötigt man doch keinen PC. Das geht alles mit dem Powervision-Gerät.

    Das PC-Programm WinPV dient nur zur Überarbeitung von Maps. Die Maps kann man vom USB-Stick oder vom PowerVision-Gerät laden und abspeichern.

    Daher gehe ich davon aus, dass das PowerVision-Gerät (das ich nicht besitze) wie ein USB-Laufwerk erkannt wird und man die Maps dort findet.

    Wenn man in dem WinPV ist kann man mit dem Menüpunkt "PowerVision->GetTuneFromPV" eine Map ins WINPV laden und dort bearbeiten.

    Das WinPV wird auf dem PC installiert und kann anschließend über das Start-Menü aufgerufen werden.


    Mach bloss kein Reset !

    Ich habe jetzt die Bremspumpe überholt. Vielleicht lag es doch daran, dass der Hebel immer so kurz vor Ausschalten des Bremslichts stand und dann kann es flackern. Mal sehen.

    Hallo zusammen,


    an meiner LR hat sich jetzt 2 mal hintereinander die Rücklichtbirne (Typ P27/7 oder 3157) regelrecht zerbröselt.

    Zuletzt hatte ich die rechte Version. Da ist nur der Glaskörper fast lose in den Kunststoffsockel eingelassen - nur leicht verklebt. Da ist wohl ein Draht durchvibriert.

    Es gibt wohl auch welche mit durchgehendem Glaskörper (linke Version). Sehen so Originalbirnen aus ?

    Habt ihr da Erfahrungen ?


    Gruß

    Ralf


    Rücklichtbirnen.png

    Ist die gleiche Verwirrung wie mit der Leistungsangabe PS und HP. Wer glaubt, dass seien sprachlichbedingt nur andere Begriffe für dieselbe Einheit, liegt falsch ;)
    Und dann muss noch schauen, wo das Fahrzeug herkommt.... in der EU gilt die Leistungsangabe ab Motor....in den USA ab Antriebsrad. Weswegen die M8 Street Bob so gesehen nämlich nicht 87HP, sondern nach deutschem (bzw. EU) Messstandard 92PS hat 8o

    Entschuldigt den OT Beitrag, will nur verdeutlichen, dass man ein wenig aufpassen muss bei den Begrifflichkeiten....vieles ist eben nicht nur einfach eine Übersetzung.

    Leider OT, aber da muss ich nachhaken. In De wird ja nicht HP sondern PS angegeben und ich bin mir sicher, das bei meiner TC103 Kurbelwellen-PS angegeben sind, weil sie auf dem Prüfstande am Hinterrad weniger als angegeben hat.


    Edit: die 107er auf dem Prüfstand 77,34Ps (meine 103er hat 72PS)

    https://www.youtube.com/watch?v=wx6fT3TyW8k


    Edit2: Auch interessant direkter Vergleich 103er vs 107er (74 zu 80 PS)

    https://www.youtube.com/watch?v=ARRbFrF7CLo

    Hallo Ingolf,


    leider finde ich in deinem Link nichts dazu.

    Fakt ist aber, dass AON-Wert und der MOZ-Wert niedriger ist als der ROZ-Wert für die gleiche Qualität. In den USA wird AON angegeben und bei uns ROZ. Und in allen Dokumentation über die USA wird gesagt, dass dort AON und RON das gleiche ist. Die Amis kennen das wohl nicht anders. Nach der uns bekannten Defintion mag das falsch sein.

    Die Oktanzahl bzw. der Wert entspricht nicht den Europäischen ROZ Wert. In Amerika wird AON = (ROZ+MOZ) /2 angegeben. Oft wird AON mit RON bezeichnet. Daher ist die Oktanzahl dort geringer für dieselbe Qualität.

    Das habe ich zuerst auch so missverstanden, weil es zwar von der Übersetzung her stimmt, aber es doch ein anderer Wert ist (RON=AON).

    Zitat

    Warum gibt es keine Angabe von Oktanwerten an den Gas-Stations?

    Die Antwort ist recht simpel, anders als bei uns gibt es in den USA die Werte AON bzw. RON. Berechnet wird dieser durch AON = (ROZ + MOZ) / 2 und unterscheidet sich dementsprechend von den uns bekannten Werten mit 91, 95 oder 98 Oktan.

    https://tanken.de/tanken-in-den-usa/

    Ich kenne das Ventil von den englischen Motorrädern. Das ist wohl ähnlich aufgebaut. Eigentlich ist das ganz primitiv, eine Feder unter einem kleinen Kolben. Die Federspannung kann im Laufe der Zeit nachlassen oder der Kolben hängt wegen Korrosion nach langen Standzeiten. Ich habe damals an der Norton bei der Motorüberholung das Ventil geprüft (Öldruck kalt). Das hat nach 40 Jahren noch einwandfrei funktioniert.

    Meinst du wirklich die Öltemperatur von "nur" 110° wäre ein Indikator ?

    Wenn der O-Ring an der Pumpe kaputt ist, dann hat man ja Wet-Sumping. Das ist es definitiv nicht.


    Das Öl wird auch schnell warm, aber 130° hatte ich noch nie. Kann sein, dass es auch mal höher als 110° Grad war. Bei hohen Aussentemperaturen drehe ich den Motor auch nicht mehr so doll. Sicher ist aber, dass die Kopftemperatur oft in die Nähe von 160° Grad kommt, obwohl die Öltemp. ok ist. Den Effekt hat ein Kumpel übrigens auch mit Ölkühler. Das Öl ist vielleicht 10° kühler als bei mir, aber die Kopftemperatur ist trotzdem hoch.

    Wenn deine Öltemperatur nicht reagiert kann es auch daran liegen, dass das Ventil in der Ölpumpenplatte nicht funktioniert. Die Kugel bleibt einfach stecken.

    Normalerweise reagiert die Öltemperatur mit Verzögerung auf die Kopftemperatur. Und das Öl wird schnell über 130Grad heiss.

    Meinst du das Überdruckventil ?

    Ich habe letzten Sommer bei hohen Aussentemperaturen (32°+) regelmäßig die Öltemperatur gemessen. Die lag eigentlich immer so zwischen 100-110°. Das ist ja ok. Aber die Temperatur am Kopf hatte deutliche Schwankungen. Das lag so zwischen 160-190° oder mehr, wenn ich micht recht erinnere. In jedem Fall konnte ich nicht feststellen, das eine extrem hohe Temperatur am Kopf mit der Öltemperatur in irgendeiner Form korrelierte. Die Öltemperatur blieb immer im Rahmen. Ich habe keinen Ölkühler, weil ich das bisher aufgrund dieser Messungen für nicht erforderlich hielt. Ich hatte aber auch keine extremen Situationen (z.B. Stau auf der AB bei 35°). Ich will jetzt keine Diskussion für Ölkühler anzetteln. Ich meine nur, dass Super+ auch eine Maßnahme sein kann.

    Ich kann jetzt nicht sagen, ob Harley-Kupplungen unempfindlicher gegen Rutschen sind. Aber ich weiß, dass es viele Motorräder gibt, wo die Kupplung empfindlich auf Motoröl mit Additiven (Friction Modifier) reagiert. Eigentlich ist es ja ein Vorteil, dass der Primärtrieb ein eigenes Öl bekommt.

    Ich habe das Syn3 drin. Bei dem einen Liter mache ich mir keine Gedanken darüber, ob man vielleicht 5€ auf 16000km sparen kann.

    Durch die JASO.MA2 Norm ist eigentlich sichergestellt, dass die Kupplung nicht rutscht.

    Motoröle haben ja Zusätze um den Verschleiß zu mindern. Das kann sich negativ auf die Kupplung auswirken. Es wird ja empfohlen wähernd der Einfahrzeit kein Syntheik-Öl zu fahren. Ich weiß aber nicht, was Harley in den ertsen 1600km drin hat.

    Wenn es die JASO-Norm erfüllt sollte es prinzipiell geeignet sein. Bei Motorölen besteht ja bei den Additiven die Gefahr, dass die Kupplung rutschen kann. Da bei vielen Motorrädern Motor, Getriebe und Primärantrieb im gleichen Gehäuse unterbgebracht sind und zwangsweise mit dem gleichen Öl laufen müssen wurde die JASO-Norm eingeführt um die Eignung für Kupplungen zu gewährleisten. Eine Garantie ist das nicht. Wenn 100% sicher sein willst, musst du das originale Harley-Öl nehmen.


    Edit: Laut Castrol-Homepage erfüllt das Öl die JASO-MA2 Norm

    Öltemperatur ist ein Thema, aber die Kopftemperatur darf man auch nicht ausser Acht lassen. Da hat das Öl wenig Einfluss habe ich festgestellt.

    Sorry, stimmt. Es war ein Missverständnis meinerseits. Ich habe ROZ mit RON gleichgesetzt. Dann ist es in Kalifornien nicht ganz so schlimm.

    Es ist aber trotzdem so, dass nicht überall Super Plus angeboten wird. In den Mountain States bekommt man nur 85 RON, Das wäre noch schlechter als Normal-Benzin.

    So ganz stimmt die Aussage zumindest bei Aral nicht. Bei mir in der Nähe gibt es eine Aral-Tankstelle, die führt SuperPlus mit 98 Oktan - dafür gibt es allerdings kein Ultimate.

    Ja stimmt, bei uns gibt es auch noch eine Aral-Tankstelle mit Super+, aber das ist eher eine Ausnahme.