Beiträge von troy®

    Evtl. ist der Druckschlauch im Tank, zwischen Benzinpumpe und Steckventil, undicht oder abgeknickt/verdreht. Dann läuft zwar noch (etwas) Kraftstoff durch die äussere Druckleitung, aber an den Einspritzventilen fehlt der notwenige Druck.

    Datt is man heftich durchgeschlagen. Aber ich kann Dir trösten, original sind nur 12" lange Federbeine verbaut und die sind meiner bescheidenen Meinung nach für die Tonne.


    Mit 100kg bist Du im Markensegment von Progressive Suspension ziemlich nah auf der Grenze zwischen standard und heavy duty. Man muss auch die Kombination aus Feder und Federbeinlänge sehen, weil teilweise die gleiche Feder in unterschidlich lange Federbeine montiert wird und dadurch schon eine gewisse Vorspannung erfährt bzw. Negativfederweg verloren geht.

    Was sagt man bei Ricks denn zu dem Phänomen? Wenn die das verbaut und gemappt haben, sollten sie auch eine Lösung anbieten.


    Die Reichweite liegt größtenteils im rechten Handgelenk. Wenn ich gelassen unterwegs bin, dann komme ich auch 300km weit. Wenn ich die Woche über auf Arbeit fahre oder das Messer zwischen die Zähne nehme, ruft mich die Tankstelle schon nach 200km.

    Ich habe früher auch mit dem PowerCommander (PC) gearbeitet, halte ihn aber an unseren Motorräder für überholt. Mit dem PowerVision (PV) oder anderen Flashtunern gibt es eine elegantere Lösung. Nämlich die direkte Umprogrammierung der ECU. Das "Problem" am PC ist seine Arbeitsweise. Der PC wird zwischen ECU und Peripherie geschaltet. Er fängt die Signale bei der Übertragung ab und verändert diese anhand der im PC programmierten Werte. Dadurch kann er nicht so angepasst arbeiten wie eine mit z.B dem PV direkt umprogrammierte ECU. Hinzu kommt, dass die O2-Sensoren ständig dazwischen gefunkt haben oder abgeklemmt werden mussten. Denn der PC hat nur entsprechend seiner Programmierung die Einspritzdauer verlängert, die O2-Sensoren haben aufgrund der fetteren Verbrennung weniger Restsauerstoff gemessen und die ECU hat ständig versucht dagegen zu arbeiten, also die Einspritzdauer zu verkürzen um abzumagern. Da im PC aber nur ein fester Wert für die Addition programmiert ist, gleicht die ECU im geschlossenen Regelkreis tatsächlich einen Teil der Programmierung aus. So richtig kann der PC nur im offenen Regelkreis arbeiten. Bei der Delphi-ECU mit Euro3-Programm also im Leistungsbereich und nicht bei Teillast. Daraus resultiert weiterhin das Ruckeln.


    Es ist also unbedingt zu empfehlen, den PC bzw. das Motorrad mit weiteren Geräten aufzupeppen. Die Lambdasonden Eliminatoren funktionieren meist nicht wie gewünscht oder erwartet. Wenn man längere Zeit mit gleichbleibender Geschwindigkeit im Teillastbereich fährt, merkt das Steuergerät oft, dass es verarscht wird und wirft eine Fehlermeldung aus. Besser sind der O2-Controller oder der Lambda-Optimizer.


    Hinzu kommt, dass der Versuch den PC ohne Datenerfassung zu programmieren, ein fischen im Trüben ist. Man wird nur zufällig eine gute Einstellung finden, da es rein auf try&error basiert. Entweder man hat dem PCV und kann das System um ein AutoTune Pro Set erweitern oder man man besucht einen Tuner mit DynoJet Prüfstand und TuningLink Software.


    Meiner Meinung nach viel zu viel Aufwand, um auf anständige und dauerhaft zufriedenstellende Ergebnisse zu kommen. Wenn man die Möglichkeit hat, die ECU-Programmierung direkt zu beeinflussen, sollte man diese nutzen. Da Du auf jeden Fall Geld in die Hand nehmen musst, würde ich an Deiner Stelle den PC raus werfen (bei eBay gibt es bestimmt einen Sparfuchs, der Dir dafür noch 50 Euro zahlt) und einen Flashtuner kaufen. Auch hier wird das Optimum sicherlich auf einen Prüfstand erreicht werden, allerdings kommt man auch mit Eigeninitiative ziemlich weit.

    Die Frage ist, ob fest verbunden oder nicht.

    • Anschrauben mit Werkzeug = Fahrzeugteil
    • Festklemmen mit werkzeuglosen Schnellverschlüssen = Gepäck

    Soweit meine Kenntnis.

    Will dafür aber keine Garantie übernehmen.

    Nein, kann ich Dir nicht genau sagen. In einem anderen Forum hat das jemand ausprobiert, indem er gleichzeitig die Sondenspannung überwacht hat. Seinem Bericht nach blieb diese auch bei Sportauspuff und verschiedenen Luftfiltern, inkl. ganz ohne Luftfilter, annähernd gleich. Allerdings fährst Du dann weiterhin im suboptimalen Bereich, was die AFR angeht (14,6:1).

    Da sind wir wieder dabei, dass es hier um zwei verschiedene Einstellungen geht. Alle sprechen von Mapping, aber der eine spricht von der Volumeneffizienz und der andere vom Luft-Kraftstoffgemisch.


    Die Volumeneffizienz( VE) wird - in einem begrenzten Betriebsbereich - anhand der Restsauerstoffmessung (Lambdasonden) nachgeführt.


    Das Luft-Kraftstoffverhältnis (AFR) steht auf einem ganz anderen "Blatt" und hat erstmal nichts mit der VE zu tun. Das serienmäßige AFR ist in einem begrenzten Betriebsbereich so eingestellt, dass die gesetzlichen Abgasvorschriften eingehalten werden. (Das ist der gleiche Bereich, in dem die VE nachgeführt wird.) Ausserhalb dieses Bereichs ist das AFR auf Leistung und Motorschutz programmiert.


    Die zum jeweiligen Zeitpunkt benötigte Kraftstoffmenge wird stark vereinfacht ausgedrückt anhand der hinterlegten VE + Korrekturwert und AFR berechnet.


    In allen Bereichen, wo das AFR auf Leistung oder Motorschutz programmiert ist, können die serienmäßigen Lambdasonden nicht mehr ihre Funktion erfüllen und die VE-Korrektur wird abgeschaltet. Wenn man also bei einem Mapping den Bereich, der nach den Abgasvorschriften programmiert ist, ebenfalls auf Leistung programmiert, liefern die Lambdasonden keine Daten mehr und das Steuergerät kann keine Korrekturdaten mehr erfassen. Deshalb ist es wichtig, dass vorher möglichst genaue VE-Werte erfasst werden, damit am Ende die korrekte Kraftstoffmenge berechnet werden kann.


    Deshalb profitiert auch ein serienmäßiges Fahrzeug davon, wenn man die AFR-Werte überarbeitet. Aufgrund des verschlechterten Umweltverhalten allerdings ohne Betriebserlaubnis.


    Ein verändertes Fahrzeug profitiert von einer Einmessung der aktuellen VE-Werte vor allem in den Bereichen ausserhalb der Abgasbestimmungen. Innerhalb dieses Bereichs fährt es weiterhin möglichst emissionsarm und nach den gesetzlichen Vorschriften. Von einer Überarbeitung der AFR-Werte auf leistungsoptimierte Werte profitiert natürlich auch dieses Fahrzeug und im Vergleich zum Serienzustand wird man denken ein anderes Motorrad zu haben. Aber aufgrund des schlechteren Umweltverhaltens wieder ohne Betriebserlaubnis.


    Das soll nur nüchtern und wertfrei die beiden unterschiedlichen Parameter-Tabellen und ihre Interaktion aufzeigen sowie welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Den Rest darf jeder mit sich selbst ausmachen.

    PowerCommander ist für unsere Modelle überholt. Lieber Power Vision verwenden und direkt in die ECU flashen.


    Das "müssen" ist so ein viel diskutiertes Dingen. Man kann vieles, muss aber nur sehr wenig. Empfehlenswert ist auch manches, aber nicht immer legal.


    Deswegen erhitzen sich auch am "was" und "wie" teilweise die Gemüter. Häufig wird nämlich die Volumeneffizienz (die sich bei Änderungen an Luftfilter und Auspuff ändert) mit dem Luft-Kraftstoff-Verhältnis (welches sowohl das Umweltverhalten wie auch die Leistung beeinflussen) in einen Topf geworfen und dann pauschal als "Mapping" bezeichnet.

    Also ich würde mir da jetzt keine Platte machen. Ein bisschen Koks ist in Ordnung und normal. Besser als graue Kolben.


    Wenn Ich Deine Aussage richtig deute, sind die hellen Bereiche also Auslassventil, beim Einlassventil oder immer an beiden Ventilen?

    > offener Luftfilter verbaut?

    > offener Auspuff verbaut?

    > Mapping draufgespielt und wenn ja was genau wurde verändert?

    Wie bereits an anderer Stelle gesagt: dürfen und machen sind unterschiedliche Dinge!


    Wenn die Beamten den subjektiven Eindruck haben, hier wird die Verkehrssicherheit oder der Umweltschutz beeinträchtigt, dann machen sie es.


    Letztendlich bleibt alles an der Lautstärke hängen. Die Kontrollgruppen Krad führen fast immer Standgeräuschmessungen vor Ort durch und wenn es dort zu laut ist, dann ist in der Regel Fahrtende. Wenn man dann noch lamentiert kann es vorkommen, dass sie zur Beweissicherung entweder den Auspuff oder das gesamte Motorrad beschlagnahmen. Alles eine Frage der Argumentation.


    Gefühlt geht es einfach darum, den Heizern und Lärmbrüdern das Wochenende zu verhageln. Es geht nicht um die Motorradfahrer allgemein, sondern eigentlich immer nur die 10% Trash, genau wie bei anderen gesellschaftlichen Brandthemen. Ein recht bekannter Motorradanwalt hat dazu folgenden Rat: der Maßnahme zustimmen und das Motorrad am nächsten Tag/Montag wieder abholen. Denn wenn Du nicht zustimmst, dann wird die Maßnahme unter Zwang durchgeführt und das Motorrad bleibt stehen, bis ein Richter entscheidet ob es rechtmäßig war oder nicht. Das zieht dann meist noch die Kosten für ein Gutachten nach sich.


    An Aktionstagen nehmen teilweise sogar aaSoP von TÜV oder DEKRA an den Kontrollen teil und sogar die Zulassungsbehörde ist mit vor Ort. So kann direkt und gerichtsverwertbar geprüft werden, ob hier ein technischer Defekt, ein geringfügiger Mangel oder gar ein Erlöschen der BE vorliegt. Die Zulassungsbehörde kann in entsprechenden Fällen direkt vor Ort still legen und das KZ entsiegeln.


    Ich lasse auch jeden Pups eintragen. Für 99% der Kontrollen ist das auch gut. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass mir in einer "Aktionstag-Kontrolle" der Arsch aufgerissen würde. Und wenn es nur wäre, weil irgendwo nicht "I.V.M." steht.

    Die Riemenspannung nicht nach Schätzung einstellen, sondern nach Messung. Wenn zu stramm, dann lockern; wenn zu locker, dann nachspannen. Ganz einfach.

    Ist meines Wissens nach in Hessen schon länger Praxis.


    Eigentlich betrifft dies jede Kombination aus sich gegenseitig beeinflussenden Änderungen, wo mehr als eine Komponente geändert wurde. Ob aus dem Bereich Motor (Luftfilter, Auspuff, Nockenwelle, Hubraum ...) oder dem Bereich Fahrwerk (Federbeine, Tieferlegung, Rad-Reifen-Dimensionen ...).


    Wobei die Eintragung offener Luftfilter schon immer eine Grauzone war und in den meisten Fällen bei einer Durchfahrtsprüfung auch nicht stand hält weil zu laut. Rechtlich sicher ist eigentlich nur die Eintragung, in Verbindung mit der weiteren Verwendung, von Luftfiltern mit Reduzierkits und zugehörigem TÜV-Gutachten. Egal ob dort ein Screamin' Eagle Stage I, Arlen Ness Big Sucker oder ein Eigenbau der großen Harleyhändler kastriert wird.


    Grundsätzlich beziehen sich alle Prüfbescheinungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Betriebserlaubnisbescheinigungen oder sonstige relevante Papiere von Umrüstteilen immer1 auf das ansonsten serienmäßige Fahrzeug. Dass hierbei die gegenseitige Beeinflussung von Federbeinen und Luftfilter vernachlässigbar ist, dürfte jedem Laien klar sein.


    1 Ausnahme bilden einige TÜV-Gutachten von Bertls HD-Bamberg, in denen ausdrücklich bestimmte Kombinationen geprüft wurden).

    Gab es da nicht eine Übergangsfrist für Zubehöranlagen nach EURO4:?:


    Und wenn es um Regelungen nach EURO4 geht, dann ist es egal ob TC bis 2017 oder M8 ab 2018. Nur wird vermutlich kaum ein Hersteller für ein einziges Modelljahr einen großen Aufriss veranstalten, weil die mögliche Kundschaft doch sehr übersichtlich sein dürfte.

    Ich habe betreffs Thor-Auspuffanlagen noch nichts dergleichen gehört.


    Aber tatsächlich kann eine ECE-Typengenehmigung oder EG-BE auch wieder entzogen oder die weitere Fertigung untersagt werden. Gründe dafür gibt es verschiedene.


    Der banalste wäre, wenn ein Hersteller keine Audits und Rezertifizierungen mehr durchführt ODER dabei Major-Abweichungen auftraten, die der Hersteller nicht in der vorgeschriebenen Zeit behoben bzw. dies nachgewiesen hat. Dann behalten zwar die ausgelieferten Teile oder Fahrzeuge weiterhin die Genehmigung, aber der Hersteller verliert das Recht neue Teile oder Fahrzeuge nach dieser Genehmigung zu fertigen und in den Verkehr (auf den Markt) zu bringen.


    Eine andere Möglichkeit wäre eine veränderte Gesetzeslage, nach der bis zu diesem Zeitpunkt genehmigungsfähige Teile nun nicht mehr genehmigungsfähig sind. Auch in diesem Fall würden die bereits ausgelieferten Teile und bis zu einem bestimmten Stichtag verbauten/angemeldeten/eingetragenen Teile oder Fahrzeuge ihre Genehmigung behalten und dürften weiter in Betrieb bleiben (Bestandsschutz). Allerdings dürfte der Hersteller keine weiteren Exemplare herstellen bzw. in den Verkehr bringen.


    Falls man feststellen sollte, dass die ursprüngliche Genehmigung für ein Teil oder Fahrzeug zu Unrecht erteilt wurde, verliert die Genehmigung komplett ihre Gültigkeit, also auch bereits an Kunden ausgelieferte Teile oder Fahrzeuge sind davon betroffen. Dafür gibt es auch keinen Bestandsschutz, weil die Teile oder Fahrzeuge dann ja zu keiner Zeit den Richtlinien und Vorschriften entsprachen. Gegebenenfalls ist die weitere Gültigkeit auch von Auflagen abhängig, z.B. eine vorgeschriebene Umrüstung/Reparatur. So sind bereits Diesel-Fahrzeuge mit der sogenannten Schummel-Software einer Zwangsstilllegung unterzogen worden, weil die Halter nicht auf den Rückruf zur Umrüstung reagiert haben.


    Nur aus der Tatsache, dass ein Teil nicht mehr verkauft wird, lässt sich also noch nichts ableiten. Wenn Du Dir unsicher bist, frage unter Angabe der Genehmigungsnummer beim KBA an. Von dort erfährst Du rechtssicher, ob Du den Auspuff weiter fahren darfst oder abmontieren musst.

    M13 & viczena

    Welche Profiltiefe haben die Avon denn im Neuzustand vorne bzw. hinten?

    Habe gehört, dass die um einiges mehr Profil zu bieten hätten als meine Metzeler oder ehemaligen Pirelli.

    Der Begriff "Mapping" ist mir zu schwammig. In diesem Sinne ist ein Mapping immer ratsam, auch bei serienmäßigem Fahrzeug. Aber es ist nicht immer notwendig. ;) Aus meiner Sicht profitiert davon jedoch der Fahrspaß.


    Ich würde die VE-Werte und anschließend die AFR-Werte optimieren.

    Nunja, also ich bin da aus der "vor-Harley-Zeit" ganz andere Verschleißwerte gewohnt und 5 Reifensätze pro Jahr waren bei mir normal. Dafür war aber auch Haftung vorhanden, welche die Möglichkeiten eines (tiefer gelegten) Eisenschweins bei weitem übersteigt. In der Regel waren die Reifen nach +/- 5.000km fällig. Beim freudigen Aufzündeln auch nach 2.000 - 2.500km.


    Ein Wochenende in den Dolomiten und auf dem Rückweg durfte keine Polizeikontrolle mehr stattfinden. ^^ Oft bin ich mit alten Reifen bis Weilheim gefahren und habe mir erst dort neue Reifen aufziehen lassen, damit ich mit frischen Gummis in die Berge konnte.


    Von daher halte ich eine Laufleistung von 6.000km für durchaus respektabel, wenn mir dafür auch entsprechende Haftung als Gegenleistung geboten wird. Dass die Cruiserreifen am Vorderrad kürzer halten, liegt ja eigentlich nur daran, dass die vorne mit der originalen Profiltiefe bescheißen (zumindest Pirelli und Metzeler). Da bleiben effektiv ja nur 2-2,5mm nutzbar, während hinten 5-5,5mm nutzbar sind. Sind vielleicht für Leute konstruiert, die in Kurven rumeiern und danach wie blöde am Kabel ziehen.

    Berichte bitte weiter.


    Ich bräuchte vorne wieder eine neue Größe. Die entspricht zwar metrisch gesehen der jetzt eingetragen Größe, weicht in der Bezeichnung aber ab. Leider hat Bridgestone für mich nur Papiere für eine Abnahme nach §21 bereit gestellt, weil sie sagen, mein Motorrad wäre zu sehr umgebaut. Da will ich natürlich vorher wissen, ob sich der Aufwand lohnt. Aber ein Reifen der im Trockenen und im Nassen gut klebt, wäre es mir wert. Und wenn er +/- 6.000km hält, ist für mich die Welt auch in Ordnung. Die letzten und jetzigen Reifen hatte vorne im Neuzustand so wenig Profil, dass sie trotz eingeschränkter Haftfähigkeit nach rund 4.500km an der gesetzlichen Verschleißgrenze waren und hinten doppelt bis dreifach so lange gehalten haben.

    Okay, nach meiner Scherzantwort noch mal ernsthaft:


    Zu den Doppelsitzbänken gehört ein Halteriemen für den Sozius. Eine Festhaltegelegenheit ist Vorschrift. Mit Sissybar, anderen Griffen oder Solositz kann der Riemen entfallen. Der Riemen wird mit Schraube und Mutter befestigt, also ist das Loch rund.

    Wie jetzt ... Schaltstange ... Bremspedal ... was denn nun?


    Bei der Bremse der Softbob bin ich darüber nicht ganz verwundert. Ewig hat man sich beschwert, dass man kaum an dem Bremsflüssigkeitsbehälter zum Wechsel ran kam. Ich glaube bei den ABS-Modellen war das noch fummeliger, weil der Modulator auch noch darüber saß. Jetzt hat man Behälter und Hauptbremszylinder nach vorne genommen und soweit ich das auf den Bildern erkenne, bei mittigen Rasten ziemlich aufwändig angesteuert. Denn irgendwie muss die Bremspedalkraft ja so umgelenkt werden, dass der Bremskolben nach vorne gedrückt wird. Durch zusätzlichen seitlichen Versatz auf kurzer Länge musste ein massives Teil verwendet werden. Bei der vorverlegten (z.B. Breakout) sieht es so aus, als würde der Bremskolben direkt vom Bremspedal angetrieben. Einfach mal selbst in den Explosionszeichnungen schauen, dann sieht man schon was ich meine.

    Die Feder (inkl. Luftkammer) trägt das Fahrzeug. Die Stärke der Feder wird also maßgeblich durch das zu tragende Gewicht und den zu erreichenden Negativfederweg bestimmt.


    Das Öl (inkl. der verschiedenen Bohrungen und/oder Ventile) beruhigt das Fahrwerk. Ohne Beruhigung (Dämpfung) würde das Fahrwerk nach Einleitung einer Kraft ungebremst auf und nieder schwingen.


    Beim Pkw wird das durch die Trennung von Feder und Stoßdämpfer evtl. etwas deutlicher. Mit einem anderen Öl kann man also keinen Einfluss auf die Federung nehmen, sondern nur auf die Dämpfung. Mit einer veränderten Luftkammer kann man die Progression der Federung verändern (Luftfeder).

    Ich such ggf den Hollywood wenn das Harleydokument dabei ist für die Eintragung

    1.)

    Hallo und Willkommen im Forum ;-)


    2.)

    Was für Papiere erwartest Du? Das ist der Serienlenker der Softail Slim mit der Teilenummer 55800579. Hast zu Deinem jetzigen Lenker "Papiere"?

    Die Feder „trägt“ das Fahrzeug. Hier spielt nur das Gewicht und der resultierende Negativfederweg eine Rolle.


    Das Öl und die zugehörige Ventiltechnik „stabilisieren“ das Fahrzeug. Das heißt, die Dämpfung ist dafür verantwortlich, wie stark das Fahrwerk auf die Einleitung von plötzlichen Kräften reagiert.


    Es sind also zwei unterschiedliche Aufgaben, die von den jeweiligen Komponenten erfüllt werden.

    Über das Thema Fahrwerk kann man Glaubenskriege führen und ist auch hier im Forum immer wieder Thema.


    Ich vertrete den Standpunkt, dass die Gabel nicht schlecht gefedert, sondern schlecht gedämpft ist. Die Federwege passen, allerdings werden die nahezu ungebremst ausgenutzt. Deshalb fahre ich die Originalfedern mit einer angepassten Dämpfung und für mich ist das gut so.


    Lese einfach Mal ein paar einschlägige Diskussionen zu der Thematik hier im Forum durch, dann wirst Du die gesamte Bandbreite der Erfahrungen, Argumente und Standpunkte erfahren.